TAD - THEOLOGISCHE ARBEITSGEMEINSCHAFT

IM CHRISTLICH-JÜDISCHEM DIALOG

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Unsere nächste eintägige Veranstaltung führt uns im kommenden Herbst, genauer am Sonntag, dem 30. Oktober 2016, nach Fürth bei Nürnberg, eine Stadt, die nach der Vertreibung der Juden aus den Reichsstädten im ausgehenden Mittelalter über Jahrhunderte hinweg ein Zentrum jüdischen Lebens in Süddeutschland war und die deshalb auch das „Fränkische Jerusalem“ genannt wird. In der Blütezeit jüdischer Kultur im 18. Jahrhundert gab es dort gleich mehrere Synagogen und Betstuben sowie ein eigenes Spital. In Fürth wurde das erste jüdische Waisenhaus in Deutschland gegründet, darüber hinaus war die Stadt eines der europäischen Zentren des hebräischen Buchdrucks.

„Wovon die Steine zeugen…“: Unser Tagesausflug wird uns zunächst auf den äußerst sehenswerten jüdischen Friedhof führen, auf dem viele berühmte Rabbiner und wohltätige Mäzene wie der Stifter der ersten Säuglingsklinik Bayerns beigesetzt sind. Die alten Grabsteine verraten viel über die lange und bewegte Geschichte der jüdischen Gemeinde in Fürth, vermitteln aber auch einen Eindruck von jüdischen Begräbnisriten. Männer benötigen für den Besuch des Friedhofs eine Kopfbedeckung!

Nach einer Mittagspause, die wir voraussichtlich im Kulturforum Fürth verbringen werden, schließt sich als zweiter Programmpunkt eine weitere Führung an, die einen kleinen Stadtrundgang mit dem Besuch im Jüdischen Museum Franken verbindet. Wir werden zunächst an ausgewählten Orten jüdischen Lebens in Fürth interessante Einblicke in die traditionsreiche Geschichte der Stadt gewinnen und dabei auch einigen bedeutenden Persönlichkeiten begegnen. Der Spaziergang endet am Jüdischen Museum Franken, das in einem ehemaligen jüdischen Wohnhaus aus dem 17. Jahrhundert eingerichtet wurde. Besonders sehenswerte Zeugnisse der Geschichte des Hauses sind das Ritualbad im Keller und die einzigartige historische Laubhütte im Dachgeschoss, aber auch darüber hinaus gibt es dort vieles zu entdecken, was uns den jüdischen Glauben näherbringt und zugleich sichtbar macht, inwieweit dieser Glaube das alltägliche Leben der Menschen geprägt hat.

Sie haben die Möglichkeit, sich im Anschluss an die Führung bis 17.00 Uhr noch ganz individuell mit den Exponaten des Hauses zu befassen oder sich in dem kleinen Museumscafé ein wenig zu erholen, in dem meist auch typisch jüdisches Gebäck angeboten wird. Den gesamten Tag über wird uns Gerda Distler, eine ehemalige Lehrerin und äußerst erfahrene Stadtführerin, begleiten, die sich aus persönlichem Interesse mit großem Engagement in die jüdische Geschichte der Stadt Fürth eingearbeitet hat.

Überblick über den vorgesehenen Programmablauf (Änderungen vorbehalten):

bis 11.30 Anreise

Treffpunkt um 11.00 Uhr am Hauptbahnhof Nürnberg, von dort aus fahren wir gemeinsam mit der U-Bahn bis zur Haltestelle Fürth – Stadthalle; alternativ individuelle Anreise bis zur Haltestelle Fürth – Stadthalle, wo wir kurz vor 11.30 Uhr zusammentreffen

11.30 bis 13.00 Uhr

„Wovon die Steine zeugen …“. Führung über den jüdischen Friedhof in Fürth

13.00 bis 14.30 Uhr

Mittagspause (Gelegenheit zum Mittagessen oder zu Kaffee und Kuchen im Kulturforum Fürth)

14.30 bis 16.00 Uhr

Stadtspaziergang auf den Spuren bedeutender jüdischer Persönlichkeiten in Fürth mit Besuch im Jüdischen Museum Franken

ab 16.00 Uhr

Ende des offiziellen Programms, individuelle Heimreise

Wir haben die Anfangszeit der ersten Führung bewusst so gelegt, dass unsere Mitglieder aus dem Münchner Raum die Möglichkeit haben, preisgünstig mit dem Bayernticket anzureisen (Abfahrt mit dem RE um 9.06 Uhr, Ankunft in Nürnberg um 10.48 Uhr, von dort aus gemeinsame Weiterfahrt mit der U-Bahn nach Fürth – Stadthalle). Für die Rückfahrt würde sich der RE um 18.10 Uhr mit Ankunft in München um 19.53 Uhr anbieten. Bei der Bildung von Gruppen sind wir nach Anmeldeschluss gerne behilflich, damit Sie die Möglichkeiten des Bayern-Tickets voll ausschöpfen können. Falls Sie daran interessiert sind, bitten wir Sie um Ihr Einverständnis, dass wir Ihren Namen an die anderen Teilnehmer weiterleiten.

Die Kosten für die Führungen sowie den Eintritt in das Jüdische Museum Franken betragen  15 € (ohne Mittagessen und Fahrt); bitte überweisen Sie diesen Betrag mit der Anmeldung auf unser Konto (IBAN DE73 7509 0300 0002 1586 12, BIC GENODEF1M05). 

Die Anmeldung sollte bis spätestens 30. September verbindlich per Post an unsere Schriftführerin (Johanna Habermann, Adams-Lehmann-Straße 71, 80797 München) oder unmittelbar über die Anmeldefunktion unserer Homepage erfolgen. Beachten Sie bitte, dass die Teilnehmerzahl aufgrund der Raumverhältnisse vor Ort auf maximal 25 Personen beschränkt ist. 

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